Aperitivo in Italien – Der Geschmack des Freitags
20. März 2026

Die Sonne steht tief über den Hügeln der Toskana, das Licht wird golden, fast weich. Auf einer kleinen Piazza sitzen Menschen an runden Tischen, ein leises Stimmengewirr liegt in der Luft. Gläser klirren, Eiswürfel schmelzen langsam in orangefarbenen Drinks. Ein Kellner stellt ein Tablett ab – darauf: leuchtender Aperitivo, kleine Schalen mit Oliven, knusprige Crostini. Niemand hat es eilig. Es ist früher Abend in Italien. Es ist Zeit für den Aperitivo.
Der Aperitivo ist weit mehr als ein Getränk – er ist ein Ritual. Seine Wurzeln reichen bis ins 18. Jahrhundert zurück, insbesondere in die Region Piemont. Damals wurde Wermut als appetitanregendes Getränk vor dem Essen gereicht. Der Begriff selbst stammt vom lateinischen „aperire“ – öffnen. Und genau das tut der Aperitivo: Er öffnet den Abend, den Appetit, die Gespräche.
Heute ist der Aperitivo ein fester Bestandteil des italienischen Lebensgefühls. Ob in Mailand, Turin oder Florenz – zwischen 18 und 20 Uhr treffen sich Freunde, Paare, Kollegen. Es geht nicht darum, schnell etwas zu trinken. Es geht um Genuss, um Gemeinschaft, um das bewusste Innehalten nach einem langen Tag.
Typisch sind Getränke wie der klassische Aperol Spritz – bitter-süß, frisch, mit einer leichten Orangennote. Auch Campari Spritz oder ein trockener Weißwein sind beliebt. Serviert wird stets mit Eis, einer Orangenscheibe und viel Stil. Dazu gehören kleine Speisen: Oliven, Nüsse, Bruschetta oder feine Antipasti. In Norditalien entwickelte sich daraus sogar die „Apericena“ – eine Mischung aus Aperitivo und Abendessen.
Die Zubereitung eines perfekten Aperol Spritz ist dabei fast schon eine Kunst: Prosecco zuerst, dann Aperol, ein Spritzer Soda, Eiswürfel, Orangenscheibe. Wichtig ist die Balance – nicht zu süß, nicht zu bitter. Genau dieses Gleichgewicht macht den Aperitivo so besonders.
In Italien sagt man: „L’aperitivo è un’arte.“ – Der Aperitivo ist eine Kunst. Und wie jede Kunst lebt er von Atmosphäre, Qualität und den richtigen Zutaten. Es ist kein Zufall, dass viele Italiener diesen Moment des Tages fast zelebrieren. Hier beginnt der Abend – entspannt, genussvoll, gesellig.
Auch in Deutschland wächst die Liebe zum Aperitivo. Immer mehr Menschen entdecken, dass es nicht nur um das Getränk geht, sondern um ein Lebensgefühl. Um dieses kurze Innehalten, bevor der Abend beginnt.
Genau dieses Gefühl holen wir im Ristorante Rimini nach Alfeld. Wenn bei uns die ersten Gläser Aperol Spritz serviert werden, beginnt nicht einfach nur ein Abend – es beginnt ein Stück Italien. Unsere Gäste genießen ihren Drink in familiärer Atmosphäre, begleitet von klassischen italienischen Vorspeisen wie Bruschetta oder Carpaccio.
Hier geht es nicht um Hektik. Es geht um Genuss. Um Gespräche. Um den Moment.
Und vielleicht ist genau das das Geheimnis der italienischen Küche: Sie beginnt nicht erst mit dem Essen. Sie beginnt mit einem Gefühl.










